Tour 197 km – Port de Alcudia – Puig de Inca – Orient – Jardins d`Alfabia – Soller – Fornalutx – Val

Erstmaliger Sonnenschein schmeißt uns aus den Federn. Wie uns am Vorabend ein Wanderer berichtete herrschte in den letzten Wochen richtig mieses Wetter auf Mallorca. Vor fünf Tagen lagen noch über 30 cm Schnee auf den Bergen. Frühmorgens bei frostigen Temperaturen führt unsere Fahrt nach Inca zum Puig de Inca einen 300 Meter hohen Tafelberg. Oben befindet sich das Kloster Ermita de Santa Magdalena. Die Luft ist klar und bietet einen Fernblick bis rüber zum Tramuntanagebirge, deren Ausläufer von einem Nebelschleier durchzogen sind – ein wunderschöner Ausblick. Unterwegs entdecken wir auf unserer Karte etwas Sehenswertes. Wir biegen ab in eine Seitenstraße die zum Castel d`Alaro führt. Die von Bruch-steinmauern abgegrenzte Strecke führt uns durch Obstplantagen hindurch. Die Fahrbahn wird enger, geht in einen Schotterweg über und schließlich brutal bergauf. Angesichts der immer schlechter werdenden Straße entschließt sich Franz an einer halbwegs geeigneten Stelle umzudrehen. Fast wieder unten sind wir recht verwundert als uns „Bofrost“ entgegen kommt. Eine stimmungsvolle Fahrt führt uns weiter in das Bergdorf Orient. Trotz der zahlreichen Hinweisschilder hält sich der Radsport an diesem Vormittag in Grenzen. Bei einem Spaziergang durch den Ort entdecken wir viele idyllische Plätze. Einen gewissen Flair vermitteln die arabischen Gärten Jardins d`Alfabia mit ihren Wasserspielen und gigantischen Palmen. Die Gärten wurden im 12 Jh. angelegt und dokumentieren maurische Kunstfertigkeit auch mit Pflanzen. Der Eintritt von 4,5 Euro ist in Anbetracht der Größe zu teuer. Durch einen drei Kilometer langen Tunnel geht`s runter nach Soller. Der Ort liegt in einem paradiesischem Großgarten – Orangen und Zitronenbäume glänzen in der Sonne. Leider kein Geheimtipp mehr ist der malerische Ort Fornalutx. Mit glücklicher Fügung finden wir auch gleich am Ortsrand einen kostenlosen Parkplatz. Das fast vollständig aus Naturstein errichtete Bilderbuchdorf Fernalutx wurde schon zweimal als Spaniens schönstes Dorf ausgezeichnet. Auch Fremde zieht es magisch an, so ist es kein Wunder dass mehr als ein drittel der Bewohner Deutsche und Briten sind. Immer wieder sehen wir Schilder „zu Verkaufen“ an den Hauswänden. Es ist auch verständlich, wenn man bedenkt wie viele Stufen wir bereits zu den Häusern zurückgelegt haben. Die Anfahrt zur Küste lässt es schon erahnen, dieser Teil wird ein besonderer Reise-Abschnitt. Schöne Ausblicke, Olivenhaine mit alten knorrigen Olivenbäumen, tiefblaues Wasser und dazwischen schroffe steile Felswände. Port de Soller mit seinem großen Naturhafen liegt in herrlicher Lage. Die Hafeneinfahrt wird durch zwei Leuchttürme begrenzt, von denen wir einen besuchen. Eine enge Panoramastraße führt hoch zum Cap Gros – der Blick auf die Bucht von Soller ist uns stets vor Augen. Oben vom Leuchtturm haben wir einen traumhaften Blick auf den Naturhafen bis weit ins Gebirge hinein. Gerne hätten wir Deia gesehen, doch der Besuch scheitert am Finden eines Parkplatzes. Den ganzen Tag war uns Sonnenschein beschert, doch kurz nachdem wir die Küste verlassen ziehen dicke dunkle Wolken auf. Eine düstere Stimmung umgibt Valldemossa. Eigentlich ein touristischer Anziehungspunkt erster Güte, bei uns kommt allerdings keine so richtige Stimmung auf. Nur kurz durchstreifen wir den Ort. Auffallend sind hunderte von bunt bepflanzten Blumentöpfen die Hausfassaden und Straßen säumen. Das wohl sehenswerte Kloster müssen wir mangels Zeit sausen lassen.

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