In vielen Haushalten in Deutschland sind mittlerweile verschiedene Minijobs für die unterschiedlichsten Tätigkeiten zu finden. Ganz gleich, ob fürs Babysitten, Putzen, Bügeln, als Hausaufgabenhilfe oder auch Arbeiten im Garten wie Rasen mähen, Hecke schneiden oder Pflanzen gießen. Eine Haushaltshilfe oder auch ein Gartenhelfer kann einen zu Hause bei vielen Tätigkeiten unterstützen.

Wer regelmäßig einen Arbeitnehmer im Privathaushalt beschäftigt, muss diesen jedoch in jedem Fall als 400-Euro-Minijobber anmelden. Denn nur so wird dieser automatisch zur gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet. Verdient die Haushaltshilfe oder der Gartenhelfer nicht mehr als 400 Euro monatlich, zahlen Arbeitgeber im Privathaushalt nur geringe Pauschalabgaben, die sie jedoch bei der Steuer geltend machen können.

Minijobs in Privathaushalten sind eine spezielle Form der geringfügigen Beschäftigung. Der Privathaushalt zahlt als Arbeitgeber geringere Pauschalbeiträge als bei gewerblichen Minijobs. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber für Minijobs in Privathaushalten auch noch eine besondere Steuerermäßigung eingeführt. Die Einkommenssteuer des privaten Arbeitgebers ermäßigt sich für haushaltsnahe geringfügige Beschäftigungsverhältnisse um 20 Prozent der entstandenen Kosten (maximal 510 Euro im Jahr).

Eine Anmeldung einer entgeltlichen Hilfe im Privathaushalt funktioniert ganz unkompliziert. Man braucht lediglich ein einseitiges Formular auszufüllen, den so genannten Haushaltsscheck, und dieses anschließend per Post an die Minijob-Zentrale schicken. Oder aber man füllt auf deren Homepage einen entsprechenden Online-Antrag aus.

Eine angemeldete Haushaltshilfe kostet unterm Strich nur geringfügig mehr als eine unangemeldete. Nimmt man einmal an, dass die Haushaltshilfe 400 Euro im Monat verdient, zahlt der private Arbeitgeber je 20,00 Euro zur Krankenversicherung und zur Rentenversicherung sowie 6,40 Euro zur Unfallversicherung, Umlagen von 3,36 Euro wie auch eine einheitliche Pauschsteuer von 8,00 Euro. Somit zahlt der private Arbeitgeber ohne Steuervergünstigung pro Monat inklusive aller Abgaben 457,76 Euro für eine Haushaltshilfe. Mit Steuervergünstigung (20% der Gesamtaufwendung)
(maximal 510€ im Jahr bzw. durchschnittlich 42,50€ pro Monat) hat man somit einen Mehraufwand von 15026 Euro gegenüber einer unangemeldeten Haushaltshilfe.

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