Bereits seit dem vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung feiern Christen die Geburt des Heilands am 25. Dezember. Wie bei anderen historischen Ereignissen, über die nur wenige schriftliche Zeugnisse bestehen, beruhen viele Aussagen über die Ursprünge des Festes auf Spekulationen.

Heidnische Wurzeln im alten Rom

Festzustehen scheint allerdings, dass der Termin bewusst auf das Datum auf den Tag der Wintersonnenwende gelegt wurde: Zu Zeiten des römischen Imperiums war dies der 25. Dezember. An diesem Tag begingen die Römer ursprünglich ein heidnisches Fest zu Ehren des Sonnengotts Sol Invictus. Beim Übergang vom Glauben an zahlreiche verschiedene Götter zum monotheistischen Christentum lag es nahe, den heidnischen Termin zu nutzen. Andere Ursprünge Weihnachtens – wie eine Ableitung aus nordischen Traditionen – gelten dagegen als unwahrscheinlich.

Kalenderreform verschiebt das Datum

In populären, unwissenschaftlichen Quellen sorgt der Übergang vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender immer wieder für Verwirrung. Im Jahr 1582 verkündete der damalige Papst Gregor XIII. eine Kalenderreform, die unter anderem die Einführung von Schaltjahren beinhaltete. Wichtigste Auswirkung der Reform war aber eine Datumsverschiebung um zehn Tage, die sich bis heute auf 13 Tage ausgeweitet hat.

Da die orthodoxen Christen weiterhin den Julianischen Kalender benutzen, feiern sie Weihnachten am 6. bzw. 7. Januar „unseres“ Kalenders. Einen weiteren Sonderfall stellen die armenischen Christen dar, die nicht nur mit dem Julianischen Kalender rechnen, sondern als Tag von Christi Geburt den 6. Januar (julianisch) annehmen – und daher erst am 19. Januar (gregorianisch) feiern.

Der Brauch, zu Weihnachten Geschenke zu verteilen, ist deutlich jünger. In früheren Jahrhunderten bekamen die Kinder am Nikolaustag kleine Gaben, bis diese Tradition auf Weihnachten verlegt wurde. Mehr Infos über Weihnachtsgeschenke gibt es unter www.w-wie-weihnachten.de/weihnachtsgeschenke.htm.


Hinterlasse eine Antwort

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

Erforderlich