Die UN-Organisation UNESCO vergibt das begehrte Prädikat “Welterbe” an Natur- und Kulturdenkmäler auf der ganzen Welt, die als einzigartig und besonders schützenswert gelten. Etwa 30 dieser Welterbestätten befinden sich in Spanien (mehr über das Urlaubsland hier), werden aber nur teilweise von den Touristen wahrgenommen.
Populäre und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten
Herausragende kulturelle Höhepunkte, die das Prädikat Welterbe tragen, sind beispielsweise die Alhambra von Granada, die gigantische Kathedrale von Cordoba (eine einstige Moschee) sowie die Altstädte von Avila, Toledo, Caceres, Salamanca, Segovia und Santiago de Compostela. Am bekanntesten von den genannten Orten sind vermutlich die Welterbestätten von Granada und Cordoba.
Bei den internationalen Urlaubern weniger bekannt sein dürfte dagegen die “Kulturlandschaft von Aranjuez” – ebenfalls ein Welterbe. Auch Las Medulas und seine in römischer Zeit sehr wichtigen Goldminen dürften vor allem Experten ein Begriff sein. Ähnliches gilt wohl für die “Kirchen des Königsreichs Asturien”.
Dabei haben vor allem die Welterbestätten, die weit im spanischen Binnenland gelegen sind, den strategischen Nachteil, dass sie von den Stränden und internationalen Flughäfen nur mit mehreren Stunden Anfahrt zu erreichen sind.
Welterbe auf den Ferieninseln
Ein Welterbe der Menschheit gibt es sogar auf den Ferieninseln der Kanaren und Balearen zu bewundern – unbemerkt von den meisten Besuchern. Auf Teneriffa trägt die historische Universitätsstadt San Cristóbal de La Laguna diesen Titel. Und die balearische Insel Ibiza ist für ihre “biologische Vielfalt und Kultur” ausgezeichnet.
In Spanien gibt es also viel mehr zu erleben und zu entdecken als lange, sonnendurchglühte Sandstrände. Mit der richtigen Vorinformation kommt der interessierte Urlauber besonderen Sehenswürdigkeiten auf die Spur. Dabei finden sich im alten Kulturland Spanien (an der der historischen Nahtstelle zwischen christlichem Abendland und Arabien) deutlich mehr Orte des Weltkulturerbes als des Weltnaturerbes.






Das Cap de Formentor ist der nördlichste Punkt Mallorca´s. Von der Aussichtsplattform am Leuchtturm hat man eine beeindruckende Panoramasicht über die zerklüftete Küste im Norden der Insel mit ihren bis zu 400 m steil abfallenden Felswänden. Man erreicht das Cap über die Straße C 712 über Alcúdia und die PM-222 bis nach Port de Pollenca und folgt dann wahlweise den Hinweisen oder auch der Mietwagenkolonne Richtung Cap de Formentor. Einziges Problem ist im Sommer der Parkplatzmangel am Leuchtturm, so dass es dort teilweise ziemlich eng zugehen kann. Bei diesem Ausflug sollte allerdings neben dem Cap auch der Weg das Ziel sein. Entlang der ca. 20 km langen serpentinenreichen Strasse finden sich noch zahlreiche sehenswerte Orte, die einen Besuch lohnen. So befinden sich entlang der Strasse einige Aussichtspunkte, wie der Mirador de Mal Pas, von denen sich eine beeindruckender Blick über die Insel und die Küste bietet. Aber auch für ein besonderes Badeerlebnis, abseits des Massentourismus, ist die Strecke gut, so findet am Ende der meist unscheinbar abzweigenden Seitenstrasse einige der schönsten Buchten Mallorca´s, Cala Pi und Cala Figuera. Insbesondere die Cala Pi hat in der Geschichte der Insel Berümtheit erlangt. Hier befindet sich das Luxushotel “Formentor”, in dem Prominente und Politiker der ganzen Welt abgestiegen sind


